Die Hauskatze

Sanfter Sofatiger – Gnadenlose Jägerin

Leise, sanft und anmutig – aber auch als geschickte Jägerin so hat sich die Katze seit ihrer (Selbst-) Domestikation in unsere Herzen geschlichen und sich einen kuscheligen Platz in unseren Wohnungen ergattert.

Nicht selten überzeugen unsere schnurrenden Mitbewohner selbst Hundefreunde davon, unbedingt mit einer Katze ihr Leben teilen zu müssen. Einmal in ihren Bann gezogen, kann man sich ihrem Charme nur schwer wieder entziehen.  

Trotz aller Hingabe und Liebe zu diesem kleinen, anmutigen Wesen, das im Zusammenleben mit dem Menschen sein kindliches Verhalten nie ganz abgelegt hat, dürfen wir nicht vergessen, dass wir unser Leben mit einem kleinen Raubtier teilen.

Damit sich unsere Katze in unserer Obhut wohl fühlen kann, gilt es, ganz besonders bei reiner Wohnungshaltung, einiges zu beachten.  

Die Katze gilt gemeinhin – im Gegensatz zu Hunden – als recht „pflegeleicht". In der Regel können Katzen bedenkenlos mehrere Stunden alleine in der Wohnung bleiben. Man muss mit ihnen nicht spazieren gehen, sie benutzen die Katzentoilette, schlafen viel und brauchen nur ein wenig Spiel und Schmuseeinheiten, um zufrieden zu sein.

Erst beim Auftreten von Problemen, die anfangs meist nicht besonders auffällig sind und daher hingenommen werden, fragt sich mancher Katzenbesitzer, warum sein Liebling dieses Verhalten aus Sicht des Menschen ohne ersichtlichen Grund zeigt, wird die Katze doch so liebevoll umsorgt und verwöhnt.

Heutzutage hat die Katze in unserem Leben einen völlig anderen Stellenwert als noch zu Beginn ihrer Domestikation. Zu damaligen Zeiten wurde die Katze als Mäusejäger hoch geschätzt und war den Menschen daher sehr willkommen.

In unserer heutigen schnelllebigen Zeit nimmt die Katze den Platz eines Mitbewohners oder gar eines Lebenspartners oder Kindes ein. Sie wird geliebt, umsorgt und spendet uns Trost, wenn wir alleine sind. Oft werden unsere Stubentiger unbewusst vermenschlicht oder der Lebensraum erfüllt nicht die Bedürfnisse der Katze. Dies kann zu Missverständnissen im Zusammenleben mit ihrem Menschen führen.

Verhaltensstörung oder störendes Verhalten

Bei den meisten Verhaltensproblemen handelt es sich um normales, arttypisches Verhalten, das im Zusammenleben mit dem Menschen als störend empfunden wird. Auch länger andauernde Stresssituationen können Verhaltensprobleme fördern.

Aber auch bestimmmte Krankheiten können Verhaltensstörungen auslösen. In diesen Fällen ist eine medikamentöse Behandlung als begleitende Therapie durch den Tierarzt unerlässlich.

Was bedeutet Tierpsychologie?

Während meiner Ausbildung zur Tierpsychologin habe ich gelernt, das arttypische Verhalten und die Körpersprache der Katzen zu verstehen. Katzen teilen uns dadurch sehr viel mit und durch genaue Beobachtung bin ich in der Lage, mich dem Tier mit meiner Körpersprache und eindeutigen Signalen verständlich zu machen. Ich sehe mich als Vermittlerin zwischen Ihnen und Ihrem Tier und helfe Ihnen, Ihre Katze besser zu verstehen und somit auch die Beziehung zu vertiefen oder wiederherzustellen.